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Themen-Chats

Ungefähr ein halbes Jahr im Voraus werden die Chat- Themen festgelegt, anhand der geäußerten Wünsche. Wer bei schreib-café-grün mitmacht und sich etwas hineinknien möchte, bereitet ein Thema vor und übernimmt die Moderation. Gäste sind herzlich willkommen. Auch zum Schnuppern. Wer so etwas noch nie gemacht hat: Keine Angst! Es klappt.

Abgebildet ist eine Buchhandlung in Hamburg

Eine Buchhandlung in Hamburg, Rothenbaum-Chaussee

Den Eingang zum Chatroom finden Sie hier (oder ganz oben, in der Kopfzeile).

Für jeden Chat entsteht ein Handout. Eventuell wird es auf der Homepage veröffentlicht. Auch die Schreibübungen, die während der Chat- Vorbereitung angefertig werden, können auf der Homepage einen Platz finden.

11. Januar 2010

Die (Auto-)biografie
Die Biografie/ Autobiografie ist eine epische Großform, sie rückt die Lebensgeschichte eines Menschen in den Mittelpunkt. Biografien sind jedoch nicht unbedingt faktual „wahr“. Es gibt Überschneidungen zu fiktionalen Großformen, wie dem Roman. Beispiele sind die fiktionale Biographie, der biographische Roman, die fiktive Autobiographie, die Memoiren. Auch die „objektiv wahre“ Autobiografie ist letztlich nichts anderes als eine subjektive (Re-) Konstruktion der Lebensgeschichte, selbst wenn es sich nicht um eine fiktionale, sondern um eine faktuale Darstellung handelt. Wir werden über einige ausgewählte Textbeispiele chatten und uns im Vorfeld selbst im biografischen Schreiben versuchen. Die Aufgabe wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Moderation: Klaus Westermann

Eine Second Hand Schulbuchhandlung im irischen Cork.

Eine Second Hand Schulbuchhandlung im irischen Cork.

 

1. Februar 2010

Die klassische Komödie, was können wir von ihr lernen?

Abgebildet ist das Moliere-Denkmal in Pezenas

Das Denkmal in Pézenas, Südfrankreich, wo Molière häufig zu Gast war mit seiner illustren Truppe.

Der verstorbene Schriftsteller Robert Gernhardt vertrat die Ansicht, Humor habe man, aber Komik könne erzeugt oder entdeckt werden. Wer möchte nicht LeserInnen zum Lachen bringen. Doch wie? Und wie viel Belustigung verträgt die Ernsthaftigkeit? Oder andersherum: Lässt das Gelächter noch ausreichend Raum für eine ernsthafte Aussage? Die klassische Komödie kann uns helfen, diese Fragen zu beantworten. Sie offenbart uns nicht nur den Mechanismus der Erheiterung, sondern kann zugleich Satire sein (wie z.B. „der eingebildete Kranke“ von Molière), uns Wortwitz lehren (wie z.B. in der „Komödie der Irrungen“ von Shakespeare) oder uns die Mehrdeutigkeit von Sprache vor Augen führen (wie z.B. „Der zerbrochene Krug“ von Kleist). Mit einem Arbeitsblatt werden wir uns diese Aspekte erarbeiten und im anschließenden Chat die Frage in der Überschrift diskutieren.

Moderation: Bettina Kramer

01. März 2010

Dramaturgie eines Stoffs
„Man muss schriftstellern wie
componieren“ (Novalis)

Es beginnt mit einer Idee, die sich zu einer Geschichte entwickelt. Ob sie den Anforderungen genügt, die an eine Veröffentlichung gestellt werden, hängt neben dem schreiberischen Können von weiteren Faktoren ab. Der Zeitraum, der literarische Ort und die Erzählperspektiven müssen festgelegt werden. Hält der Handlungsbogen aus Anfang, Wende- und Höhepunkten bis zum Ende der Geschichte die Spannung? Was stelle ich szenisch dar, was fasse ich narrativ (=summarisch) zusammen? Rückblenden und Dialogpassagen sind weitere dramaturgische Werkzeuge, um eine Geschichte ins Laufen zu bringen. Eine Hausaufgabe sowie ein Handout werden rechtzeitig vor dem Chat ins Forum eingestellt.

Moderation: Gertraude Schreiber

12. April 2010

Die Aufgaben eines Erzählers:
Wie der Name schon sagt, erzählt der Erzähler uns eine Geschichte. Aber wie tut er das? Und warum tut er das gerade so? Wer ist überhaupt der Erzähler? Mit diesen Fragen muss sich ein Autor schon vor dem ersten Satz beschäftigen. Will er aus der Ich-Perspektive schreiben? Und wenn ja, aus wessen? Oder doch lieber als allwissender Erzähler? Welche Perspektive hat welche Vorteile und Nachteile und welche ist für welche Art von Geschichte am besten geeignet? Welche Folgen hat die Wahl einer bestimmten Perspektive auf den Schreibstil, auf die Wortwahl, auf die Sprache und den Sprachstil? Und welche Folgen hat es für den Inhalt?

Mit diesen und daraus folgenden Fragen wollen wir uns im Perspektiven-Chat beschäftigen. Außerdem auch mit der Frage, wie man eine Erzählperspektive einhält und wann und wo man die Perspektive wechseln darf.

Moderation: Karin Hanke

29. April 2010

Wie bringe ich meine Geschichte an die Öffentlichkeit?
Wenn wir nicht nur für uns und eine kleine Fan-Gemeinde schreiben wollen, stellt sich diese Frage irgendwann. Voraussetzung ist natürlich, dass unser schreiberisches Können dem Anspruch einer Veröffentlichung genügt. Wir werden über die Aufgaben von Testlesern, Agenten und Lektoren sowie verschiedene Möglichkeiten einer Veröffentlichung diskutieren. Wo veröffentliche ich? (Radio, TV, Internet, Zeitschrift, Verlag) Zu welchem Verlag passt mein Werk? (Besonderheiten BoD, DKZV und Anthologie-Wettbewerbe)
Die Chat-TeilnehmerInnen erhalten im Vorfeld die Aufgabe, eine (eigene) Geschichte auf 3 Sätze einzudampfen und einen Schlachtplan für eine Veröffentlichung zu entwerfen. Ein Handout wird rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Moderation: Gertraude Schreiber

05. Juli 2010

Textanalyse – Lesen neu lernen für ein besseres Schreiben - Wie machen es die ganz Großen?

Was kann man von erfolgreichen Prosatexten für das eigene Schreiben lernen? Wir wollen uns berühmten Texten einmal nicht als schwelgende/r Konsument/in nähern, sondern indem wir ihre Machart betrachten. Dazu benutzen wir die Methode der literarischen Textanalyse. Dieses Vorgehen kann sehr umfangreich werden. Deshalb beschränken wir uns auf jene Aspekte, mit deren Hilfe die Erzählentscheidungen nachzuvollziehen sind, die der/die Autor/in getroffen hat – um daraus Schlüsse für unser eigenes Schreiben zu ziehen. Die Begleitaufgabe wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Moderation: Klaus Westermann

Fliegende Buchhändler in Berlin, Unter den Linden

Fliegende Buchhändler in Berlin, Unter den Linden